Warum ich Techno hasse
Wenn Selbstmord nicht gegen meine Überzeugung ginge, wäre ich wahrscheinlich schon von jeder möglichen Brücke Europas gesprungen.
Aber nicht etwa aus Selbstmitleid, sondern weil die hirnlose Ka*ke die die Plattenbonzen auf unsere Kinder, und damit auch indirekt auf uns, ihre Eltern loslassen, mich schier in den Wahnsinn treibt.
Es ist erwiesen, dass Kinder die mit klassischer Musik aufwachsen, intelligenter sind als solche, denen dieses Privileg vorenthalten wird (danke, Mama! – Danke, Papa!).
Anscheinend habe ich während meiner Zeit als fungierender Elternteil nicht genügend Klassik gehört.
Wenn es stimmt, dass intelligente, inspirierte Musik die Gehirnaktivität fördert, dann muss das monotone Techno-Gestampfe mit dem heutzutage jeder “Hit” unterlegt wird – sei es ein Re-make aus den 70ern, 80ern, oder eine der neuen 3-Akkorde “Kompositionen” mit Micky-Maus-Stimme die unsere Teenies so begeistern – den entgegengesetzten Effekt haben.
Das Gehirn weigert sich strikt weiter zu funktionieren, was natürlich genau der Effekt ist, den die Bonzen erzielen wollen, damit unsere Kids ihren Plastikmüll kaufen. “Denken ist von gestern” lautet die Devise von morgen.
Der Grund warum ich Techno so hasse ist wahrscheinlich der selbe warum ich auch Faschingsmusik noch nie ausstehen konnte: der Hauptbestandteil ist der eines hirnlosen Zombies, der ununterbrochen im gleichen Takt auf einer Basstrommel rumhackt, was natürlich bei Techno durch eine künstliche Bass-Drum ersetzt wird, die dann irgendwann im laufe des Stücks in einem orgasmischen Tobsuchtsanfall das Tempo verdoppelt.
Es ist genau dieser monotone “Rhythmus” der durch Wände, Türen und Ritzen kriecht & bei mir das Verlangen nach einer Brücke auslöst, um von dort entweder den CD-Player meiner Tochter, mich selbst, oder am liebsten den “Kompositeur” des Stücks plumpsen zu lassen.
Aber wie gesagt geht das gegen meine religiöse Überzeugung, und so schalte ich meine externe Festplatte ein, suche nach meinem “Creed-” Ordner und drehe mein Winamp Lite voll auf.
Es gibt keine bessere Waffe um die universelle Hirnlosigkeit der “Kultur” des 21. Jahrhunderts mental zu erwürgen als die Stimme von Scott Stapp und die Klampfe von Mark Tremonti bei Vol.max.